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Frank Czaplinski
ist im Düsseldorfer Kunstleben kein Unbekannter mehr. Im Kulturgut Winkhausen sind größtenteils neuere Arbeiten zu sehen. Aus der getroffenen Auswahl seiner Kunstwerke lässt sich auch
seine Entwicklung verfolgen.
Gemeinsam allen Werken ist ein ureigener, geistiger Raum: Die konzentrierte Darstellung eigener Erlebnishorizonte. Dies führt bei Frank Czaplinski zu fließenden Übergängen zwischen
Malerei, Grafik, Fotoarbeiten und Fresken. In seinem Schaffen haben die einzelnen Techniken immer voneinander profitiert. Die Radierung von der Ölmalerei, die Fresken von der Ölmalerei und umgekehrt. Seinen
wesentlichsten Beitrag leistet er auf dem Gebiet der Malerei.
In seinen bildnerischen Kompositionen, mit einer deutlichen Interaktion zwischen Zentralmotiv und Randbezirk, werden markante Farb- und Formstrukturen geschaffen und im Ergebnis das
Bildmotiv neu formuliert. Die von Frank Czaplinski auf diese Weise stark emotional begründeten Strukturobjekte sind mit der Realität nur noch indirekt verwandt.
Mit diesem Weg hat sich Frank Czaplinski konstant über einen längeren Zeitraum eine eigenständige Position in der zeitgenössischen Kunst erarbeitet. Seine Bilder gehen über das
Sichtbare hinaus, entfernen sich bis in den Bereich reiner Malerei, um schließlich zum Gegenstand zurückzukehren. Dieser Prozess, der sich immer zu einem einzelnen Werk verdichtet, versucht nicht, die Frage nach
einer abstrakten Wahrheit zu beantworten, sondern hält die Frage und individuelle Interpretation offen. Dem Betrachter erschließt sich dieses reizvolle Spiel mit dem Überschreiten der Grenze vom Gegenständlichen zur
Abstraktion beim näheren Hinsehen, z.B. beim Bild „Wasserfall" aus 1994:
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